Der ROI digitaler Layered Process Audits lässt sich am Praxisbeispiel Adient konkret nachvollziehen. Der in der Fachzeitschrift QZ Qualität und Zuverlässigkeit veröffentlichte Beitrag zeigt, an welchen Stellen SCIIL eLPA den manuellen Aufwand bei Planung, Durchführung, Dokumentation, Reporting und Maßnahmenplanung messbar reduzierte.
SCIIL eLPA ist eine Software für die automatisierte Planung, mobile Durchführung und zentrale Auswertung von Layered Process Audits. Die heutige SCIIL eLPA – Layered Process Audit Software für die Produktion führt den im Adient-Projekt entwickelten Ansatz als aktuelle Softwarelösung weiter.


Die Ergebnisse im Überblick:
- 80 % weniger Aufwand für die Auditplanung
- 90 % weniger Aufwand für das Auditreporting
- 60 % weniger Aufwand für die Auditdokumentation
- 20 % weniger Aufwand für die Auditdurchführung
- 10 % weniger Aufwand für die Planung von Korrekturmaßnahmen
- rund 38.000 Euro Einsparung in der projektbezogenen Wirtschaftlichkeitsauswertung
- Amortisation innerhalb von etwa sechs Monaten laut projektbezogener Wirtschaftlichkeitsauswertung
Ausgangslage: hoher manueller Aufwand für Layered Process Audits
Layered Process Audits sind kurze, regelmäßig durchgeführte Prozessaudits direkt am Shopfloor. Unterschiedliche Führungsebenen beziehungsweise Audit-Layer prüfen dabei in festgelegten Abständen, ob definierte Standards an den Arbeitsstationen eingehalten werden. Ziel ist es, Abweichungen früh zu erkennen und die Stabilität der Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern.
Bei Adient mussten Auditoren nach einem genau festgelegten Zeitplan bestimmten Arbeitsstationen zugeordnet werden. Eine Produktionslinie konnte bis zu 90 Arbeitsstationen umfassen. Bereits die manuelle Planung war deshalb komplex und zeitintensiv.
Hinzu kamen papierbasierte Fragebögen. Die handschriftlich erfassten Ergebnisse mussten nach dem Audit in digitale Systeme übertragen werden, bevor eine Auswertung möglich war. Verantwortliche mussten außerdem kontrollieren, ob Audits termingerecht durchgeführt worden waren und welche Abweichungen oder Maßnahmen noch offen waren.
In einem internationalen Produktionsumfeld mit Werken in 33 Ländern entstanden dadurch hoher administrativer Aufwand, verzögerte Informationen und erhebliche Kosten. Adient entschied sich deshalb, Planung, Durchführung, Dokumentation und Reporting der Layered Process Audits durchgängig zu digitalisieren.
Wie SCIIL eLPA den Auditprozess digitalisierte
SCIIL entwickelte gemeinsam mit Adient eine digitale Lösung, die an die Prozesse und Arbeitsstationen des Unternehmens angepasst wurde. Sie verband die Auditplanung, die mobile Durchführung, die Dokumentation von Abweichungen, die Maßnahmenverfolgung und die Auswertung in einem System.
Automatische Planung und mobile Durchführung
Die eLPA-Lösung ordnete automatisch zu, wann welche Station von welchem Auditor geprüft werden sollte. Der Auditor erhielt den Termin zusammen mit den erforderlichen Informationen in seinem Outlook-Kalender.
Die Audits wurden anschließend per App auf Tablet oder Smartphone durchgeführt. Die App führte den Auditor Schritt für Schritt durch die vorgesehene Checkliste. Damit entfiel die spätere Übertragung handschriftlich ausgefüllter Fragebögen.
Referenzbilder, Fotos, Kommentare und Maßnahmen
Für die jeweilige Arbeitsstation zeigte die App ein Referenzbild des vorgesehenen Soll-Zustands. Der Auditor konnte den tatsächlichen Zustand unmittelbar damit vergleichen.
Festgestellte Abweichungen ließen sich direkt mit einem Foto und einem Kommentar dokumentieren. Auch die erforderlichen Maßnahmen wurden mit dem Befund verknüpft. Dadurch entstand eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Auditfrage, Abweichung und Korrekturmaßnahme.
Die aktuellen Funktionen von SCIIL eLPA bauen auf diesem durchgängigen Prozess auf. Detaillierte Informationen zu Auditplanung, Online-/Offline-Nutzung, Findings, Maßnahmen, Dashboards und Multi-Plant-Einsatz stehen auf der Produktseite.
Zentrale Daten und Auswertungen für Werk und Management
Die aufgenommenen Auditdaten wurden an den zentralen Server übertragen und dort ausgewertet. Dashboards zeigten den aktuellen Auditstatus, Abweichungen und Kennzahlen. Verantwortliche in der Produktion erhielten damit einen direkten Überblick über die Arbeitsstationen.
Für Werksleiter war besonders relevant, dass der Prozessstatus nicht erst nach einer manuellen Berichtserstellung vorlag. Die zentral verfügbaren Daten machten den Stand der Audits auch außerhalb des unmittelbaren Shopfloor-Bereichs sichtbar.
ROI digitaler Layered Process Audits: messbare Ergebnisse in fünf Phasen
Nach der Einführung wurden die Veränderungen nicht als pauschale „Zeitersparnis“ zusammengefasst, sondern den einzelnen Prozessschritten zugeordnet. Das ist für eine belastbare Wirtschaftlichkeitsbewertung entscheidend.
Zeitersparnis nach Prozessschritt
Der ROI digitaler Layered Process Audits zeigte sich bei Adient in messbaren Reduzierungen des Aufwands und in der projektbezogenen Wirtschaftlichkeitsauswertung.

Bei Adient sank der Aufwand für das Auditreporting um 90 %, für die Auditplanung um 80 %, für die Auditdokumentation um 60 %, für die Auditdurchführung um 20 % und für die Maßnahmenplanung um 10 %. Die Werte beziehen sich jeweils auf den einzelnen Prozessschritt, nicht auf den gesamten Auditprozess.
Einsparung und Amortisation
Die projektbezogene Wirtschaftlichkeitsauswertung bezifferte die Einsparung auf rund 38.000 Euro. Auf dieser Grundlage amortisierte sich die Einführung innerhalb von etwa sechs Monaten.
Diese Wirtschaftlichkeitswerte sind von der im QZ-Artikel genannten Projektlaufzeit zu unterscheiden: Laut QZ verging von der ersten Idee über Entwicklung und ausgewählte Pilottests ebenfalls etwa ein halbes Jahr. Projektlaufzeit und wirtschaftliche Amortisationszeit sind zwei getrennte Kennzahlen.
Vom Pilotprojekt zum weltweiten Rollout
Nach der Definition der Anforderungen wurde die Lösung entwickelt und in ausgewählten Werken pilotiert. Die positiven Erfahrungen und die messbaren Verbesserungen führten zur Entscheidung für einen weltweiten Rollout.
Ein Rollout-Plan regelte, wann die einzelnen Standorte Hardware und Software erhielten und wann die Key User geschult wurden. Die Einführung begann in Europa und wurde anschließend auf weitere Standorte ausgedehnt.
Das Praxisbeispiel zeigt damit nicht nur die technische Digitalisierung eines Audits. Es zeigt auch, wie eine LPA-Lösung aus einem Pilotprojekt in eine internationale Produktionsorganisation überführt werden kann.
Warum der Praxisnachweis für Werksleiter und Qualitätsleiter relevant ist
Für Werksleiter liegt der wirtschaftliche Nutzen vor allem in weniger administrativem Aufwand und einem aktuellen Überblick über Auditstatus, Abweichungen und offene Maßnahmen. Entscheidungen können auf zentral verfügbaren Daten basieren, ohne auf nachträglich erstellte Berichte zu warten.
Qualitätsleiter profitieren von einer einheitlichen Dokumentation, vergleichbaren Kennzahlen und der nachvollziehbaren Verknüpfung von Findings und Maßnahmen. Produktionsverantwortliche erhalten eine mobile Lösung, die direkt an der Arbeitsstation eingesetzt wird und den zusätzlichen Aufwand nach dem Audit reduziert.
Der Adient-Fall ist deshalb kein allgemeines Werbeversprechen, sondern ein konkreter Nachweis dafür, in welchen Prozessschritten digitale Layered Process Audits Zeit und Kosten reduzieren können.
QZ-Fachbeitrag als externer Praxisnachweis
Der vollständige Beitrag erschien in QZ Qualität und Zuverlässigkeit, Ausgabe 01/2018, unter dem Titel:
„Digitale Prozessprüfung beschleunigt Audits – Wie der Aufwand für Layered Process Audits via App reduziert wird“
Autor des Fachbeitrags ist Jürgen Wandelt. Der Beitrag beschreibt die Ausgangslage bei Adient, die Entwicklung und Einführung der eLPA-App, die mobile Auditdurchführung, den Rollout sowie die prozessbezogenen Zeitvorteile.
Quellenbasis: Die fünf prozessbezogenen Prozentwerte und der internationale Rollout sind im QZ-Fachbeitrag dokumentiert. Die Angaben zu rund 38.000 Euro Einsparung und etwa sechs Monaten Amortisation stammen aus der projektbezogenen Wirtschaftlichkeitsauswertung.
SCIIL eLPA als aktuelle Softwarelösung kennenlernen
Diese Case Study dokumentiert den Praxis- und Wirtschaftlichkeitsnachweis. Der Adient-Fall ist deshalb kein allgemeines Werbeversprechen, sondern ein konkreter Praxisnachweis für den ROI digitaler Layered Process Audits. Er zeigt, in welchen Prozessschritten Zeit und Kosten reduziert werden konnten.
Die aktuellen Funktionen, Einsatzmöglichkeiten und Integrationsoptionen finden Sie auf der Produktseite.

Weiterführende Orientierung: Wenn Sie verschiedene Lösungen bewerten möchten, finden Sie im SoftGuide-Fachartikel 10 Auswahlkriterien für LPA Software – von Auditplanung und mobiler App bis zu Wirtschaftlichkeit, IT-Integration und Skalierbarkeit.
Sie möchten prüfen, wie sich Ihre Layered Process Audits digital planen, mobil durchführen und zentral auswerten lassen? Schreiben Sie an Sales@sciil.com.