ROI digitaler Layered Process Audits: Adient-Praxisbeispiel im QZ Magazin

Veröffentlicht am 28. März 2024 · aktualisiert am 5. August 2026 · fachlich überarbeitet von Mariana Kaesemann, COO, SCIIL AG

Der ROI digitaler Layered Process Audits lässt sich am Praxisbeispiel Adient konkret nachvollziehen. Der in der Fachzeitschrift QZ Qualität und Zuverlässigkeit veröffentlichte Beitrag zeigt, an welchen Stellen SCIIL eLPA den manuellen Aufwand bei Planung, Durchführung, Dokumentation, Reporting und Maßnahmenplanung messbar reduzierte.

SCIIL eLPA ist eine Software für die automatisierte Planung, mobile Durchführung und zentrale Auswertung von Layered Process Audits. Die heutige SCIIL eLPA – Layered Process Audit Software für die Produktion führt den im Adient-Projekt entwickelten Ansatz als aktuelle Softwarelösung weiter.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • 80 % weniger Aufwand für die Auditplanung
  • 90 % weniger Aufwand für das Auditreporting
  • 60 % weniger Aufwand für die Auditdokumentation
  • 20 % weniger Aufwand für die Auditdurchführung
  • 10 % weniger Aufwand für die Planung von Korrekturmaßnahmen
  • rund 38.000 Euro Einsparung in der projektbezogenen Wirtschaftlichkeitsauswertung
  • Amortisation innerhalb von etwa sechs Monaten laut projektbezogener Wirtschaftlichkeitsauswertung

Ausgangslage: hoher manueller Aufwand für Layered Process Audits

Layered Process Audits sind kurze, regelmäßig durchgeführte Prozessaudits direkt am Shopfloor. Unterschiedliche Führungsebenen beziehungsweise Audit-Layer prüfen dabei in festgelegten Abständen, ob definierte Standards an den Arbeitsstationen eingehalten werden. Ziel ist es, Abweichungen früh zu erkennen und die Stabilität der Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern.

Bei Adient mussten Auditoren nach einem genau festgelegten Zeitplan bestimmten Arbeitsstationen zugeordnet werden. Eine Produktionslinie konnte bis zu 90 Arbeitsstationen umfassen. Bereits die manuelle Planung war deshalb komplex und zeitintensiv.

Hinzu kamen papierbasierte Fragebögen. Die handschriftlich erfassten Ergebnisse mussten nach dem Audit in digitale Systeme übertragen werden, bevor eine Auswertung möglich war. Verantwortliche mussten außerdem kontrollieren, ob Audits termingerecht durchgeführt worden waren und welche Abweichungen oder Maßnahmen noch offen waren.

In einem internationalen Produktionsumfeld mit Werken in 33 Ländern entstanden dadurch hoher administrativer Aufwand, verzögerte Informationen und erhebliche Kosten. Adient entschied sich deshalb, Planung, Durchführung, Dokumentation und Reporting der Layered Process Audits durchgängig zu digitalisieren.

Wie SCIIL eLPA den Auditprozess digitalisierte

SCIIL entwickelte gemeinsam mit Adient eine digitale Lösung, die an die Prozesse und Arbeitsstationen des Unternehmens angepasst wurde. Sie verband die Auditplanung, die mobile Durchführung, die Dokumentation von Abweichungen, die Maßnahmenverfolgung und die Auswertung in einem System.

Automatische Planung und mobile Durchführung

Die eLPA-Lösung ordnete automatisch zu, wann welche Station von welchem Auditor geprüft werden sollte. Der Auditor erhielt den Termin zusammen mit den erforderlichen Informationen in seinem Outlook-Kalender.

Die Audits wurden anschließend per App auf Tablet oder Smartphone durchgeführt. Die App führte den Auditor Schritt für Schritt durch die vorgesehene Checkliste. Damit entfiel die spätere Übertragung handschriftlich ausgefüllter Fragebögen.

Referenzbilder, Fotos, Kommentare und Maßnahmen

Für die jeweilige Arbeitsstation zeigte die App ein Referenzbild des vorgesehenen Soll-Zustands. Der Auditor konnte den tatsächlichen Zustand unmittelbar damit vergleichen.

Festgestellte Abweichungen ließen sich direkt mit einem Foto und einem Kommentar dokumentieren. Auch die erforderlichen Maßnahmen wurden mit dem Befund verknüpft. Dadurch entstand eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Auditfrage, Abweichung und Korrekturmaßnahme.

Die aktuellen Funktionen von SCIIL eLPA bauen auf diesem durchgängigen Prozess auf. Detaillierte Informationen zu Auditplanung, Online-/Offline-Nutzung, Findings, Maßnahmen, Dashboards und Multi-Plant-Einsatz stehen auf der Produktseite.

Zentrale Daten und Auswertungen für Werk und Management

Die aufgenommenen Auditdaten wurden an den zentralen Server übertragen und dort ausgewertet. Dashboards zeigten den aktuellen Auditstatus, Abweichungen und Kennzahlen. Verantwortliche in der Produktion erhielten damit einen direkten Überblick über die Arbeitsstationen.

Für Werksleiter war besonders relevant, dass der Prozessstatus nicht erst nach einer manuellen Berichtserstellung vorlag. Die zentral verfügbaren Daten machten den Stand der Audits auch außerhalb des unmittelbaren Shopfloor-Bereichs sichtbar.

ROI digitaler Layered Process Audits: messbare Ergebnisse in fünf Phasen

Nach der Einführung wurden die Veränderungen nicht als pauschale „Zeitersparnis“ zusammengefasst, sondern den einzelnen Prozessschritten zugeordnet. Das ist für eine belastbare Wirtschaftlichkeitsbewertung entscheidend.

Zeitersparnis nach Prozessschritt

Der ROI digitaler Layered Process Audits zeigte sich bei Adient in messbaren Reduzierungen des Aufwands und in der projektbezogenen Wirtschaftlichkeitsauswertung.

Balkendiagramm zur Aufwandsreduzierung in fünf Schritten des Auditprozesses bei Adient; die konkreten Werte stehen im nachfolgenden Text.

Bei Adient sank der Aufwand für das Auditreporting um 90 %, für die Auditplanung um 80 %, für die Auditdokumentation um 60 %, für die Auditdurchführung um 20 % und für die Maßnahmenplanung um 10 %. Die Werte beziehen sich jeweils auf den einzelnen Prozessschritt, nicht auf den gesamten Auditprozess.

Einsparung und Amortisation

Die projektbezogene Wirtschaftlichkeitsauswertung bezifferte die Einsparung auf rund 38.000 Euro. Auf dieser Grundlage amortisierte sich die Einführung innerhalb von etwa sechs Monaten.

Diese Wirtschaftlichkeitswerte sind von der im QZ-Artikel genannten Projektlaufzeit zu unterscheiden: Laut QZ verging von der ersten Idee über Entwicklung und ausgewählte Pilottests ebenfalls etwa ein halbes Jahr. Projektlaufzeit und wirtschaftliche Amortisationszeit sind zwei getrennte Kennzahlen.

Vom Pilotprojekt zum weltweiten Rollout

Nach der Definition der Anforderungen wurde die Lösung entwickelt und in ausgewählten Werken pilotiert. Die positiven Erfahrungen und die messbaren Verbesserungen führten zur Entscheidung für einen weltweiten Rollout.

Ein Rollout-Plan regelte, wann die einzelnen Standorte Hardware und Software erhielten und wann die Key User geschult wurden. Die Einführung begann in Europa und wurde anschließend auf weitere Standorte ausgedehnt.

Das Praxisbeispiel zeigt damit nicht nur die technische Digitalisierung eines Audits. Es zeigt auch, wie eine LPA-Lösung aus einem Pilotprojekt in eine internationale Produktionsorganisation überführt werden kann.

Warum der Praxisnachweis für Werksleiter und Qualitätsleiter relevant ist

Für Werksleiter liegt der wirtschaftliche Nutzen vor allem in weniger administrativem Aufwand und einem aktuellen Überblick über Auditstatus, Abweichungen und offene Maßnahmen. Entscheidungen können auf zentral verfügbaren Daten basieren, ohne auf nachträglich erstellte Berichte zu warten.

Qualitätsleiter profitieren von einer einheitlichen Dokumentation, vergleichbaren Kennzahlen und der nachvollziehbaren Verknüpfung von Findings und Maßnahmen. Produktionsverantwortliche erhalten eine mobile Lösung, die direkt an der Arbeitsstation eingesetzt wird und den zusätzlichen Aufwand nach dem Audit reduziert.

Der Adient-Fall ist deshalb kein allgemeines Werbeversprechen, sondern ein konkreter Nachweis dafür, in welchen Prozessschritten digitale Layered Process Audits Zeit und Kosten reduzieren können.

QZ-Fachbeitrag als externer Praxisnachweis

Der vollständige Beitrag erschien in QZ Qualität und Zuverlässigkeit, Ausgabe 01/2018, unter dem Titel:

„Digitale Prozessprüfung beschleunigt Audits – Wie der Aufwand für Layered Process Audits via App reduziert wird“

Autor des Fachbeitrags ist Jürgen Wandelt. Der Beitrag beschreibt die Ausgangslage bei Adient, die Entwicklung und Einführung der eLPA-App, die mobile Auditdurchführung, den Rollout sowie die prozessbezogenen Zeitvorteile.

QZ-Fachartikel als PDF lesen

Quellenbasis: Die fünf prozessbezogenen Prozentwerte und der internationale Rollout sind im QZ-Fachbeitrag dokumentiert. Die Angaben zu rund 38.000 Euro Einsparung und etwa sechs Monaten Amortisation stammen aus der projektbezogenen Wirtschaftlichkeitsauswertung.

Originalquelle: Jürgen Wandelt, „Digitale Prozessprüfung beschleunigt Audits – Wie der Aufwand für Layered Process Audits via App reduziert wird“, QZ Qualität und Zuverlässigkeit, Ausgabe 01/2018.

SCIIL Case Study: veröffentlicht am 28. März 2024; fachlich und inhaltlich aktualisiert am 5. August 2026.

SCIIL eLPA als aktuelle Softwarelösung kennenlernen

Diese Case Study dokumentiert den Praxis- und Wirtschaftlichkeitsnachweis. Der Adient-Fall ist deshalb kein allgemeines Werbeversprechen, sondern ein konkreter Praxisnachweis für den ROI digitaler Layered Process Audits. Er zeigt, in welchen Prozessschritten Zeit und Kosten reduziert werden konnten.

Die aktuellen Funktionen, Einsatzmöglichkeiten und Integrationsoptionen finden Sie auf der Produktseite.

Mobile Durchführung eines Layered Process Audits mit der SCIIL eLPA App

Weiterführende Orientierung: Wenn Sie verschiedene Lösungen bewerten möchten, finden Sie im SoftGuide-Fachartikel 10 Auswahlkriterien für LPA Software – von Auditplanung und mobiler App bis zu Wirtschaftlichkeit, IT-Integration und Skalierbarkeit.

Sie möchten prüfen, wie sich Ihre Layered Process Audits digital planen, mobil durchführen und zentral auswerten lassen? Schreiben Sie an Sales@sciil.com.


    Mit der SCIIL-Lösung konnten wir unsere Prüfabläufe vereinheitlichen, Prozessschritte digital abbilden und die Rückverfolgbarkeit lückenlos sicherstellen. Statt vieler Insellösungen haben wir jetzt ein gemeinsames System, das uns effizientere Abläufe, bessere Datenqualität und schnellere Reaktionen auf Abweichungen ermöglicht..“

    Joachim Maurer, 
    Tenneco Director Quality Powertrain

    Kundenreferenz von TENNECO zu MES, Traceability, CAQ und Betriebsdatenerfassung

    Wir wollten endlich EINE Lösung für ALLE Produktionsschritte. Die optimierten Prozesse in der Endkontrolle bringen etwa 15 Prozent Effizienzgewinn.“

    Ulrich Albicker, 
    Department Manager Quality Improvement

    Kundenreferenz von IWC zu Endkontrolle und Traceability in der Uhrenindustrie

    IWC setzt in der Endmontage auf SCIIL Q‑TRACE, um Uhren durchgängig per Seriennummer zu verfolgen, visuelle und funktionale Prüfungen zu dokumentieren und Nacharbeiten effizient zu steuern. Das Ergebnis: mehr Transparenz, messbare Qualitätsverbesserung und Effizienzgewinn in der Endkontrolle, sowie lückenlose Traceability.

    Leadec Management Central Europe

    Gerade in der Halbleiterindustrie, in der neben hohem Materialeinsatz sensibler Präzisionskomponenten auch enormer Zeitdruck besteht, sind Steuerung und Rückverfolgbarkeit logistischer Warenströme wichtiger denn je. Die gemeinsam von Leadec und SCIIL entwickelte Logistiklösung SCOTT schafft hier Abhilfe.

    „Die intelligente Tracking-Lösung ist webbasiert und stellt prozessübergreifende Transparenz über die Verwendung und den Verbleib einzelner Packstücke her.

    Gerd Brandl, 
    Key Account Manager Teachnical Solutions

    „Das SCIIL eLPA-System ist einfach zu bedienen und überzeugt durch seine Funktionalität. Für mich als Werksleiter ist besonders wichtig: Ich habe online jederzeit Zugriff und den vollen Überblick über unsere Audits – egal ob im Büro oder unterwegs.

    Jürgen Müller, 
    Werksleiter Adient Saarlouis

    Kundenreferenz aus dem Adient-Werk Saarlouis zur digitalen Auditierung

    Adient Saarlouis war das erste Werk des Konzerns, das SCIIL eLPA erfolgreich pilotierte. In der komplexen Sitzmontage mit zahlreichen Kundenanforderungen, täglichen LPAs und hohem OEM-Druck sorgt das Tool für klare Struktur, einfache Durchführung und maximale Transparenz – ein Muss, wenn Qualität täglich abgesichert werden muss. Heute gehört SCIIL eLPA zum Standard und läuft weltweit in allen Adient-Werken.

    „Hätten wir SCIIL eLPA nur früher eingeführt – heute läuft es mit Prozessaudits fast von selbst und kommt im Team richtig gut an.

    Daniel Zimmermann, 
    Global Commodity Buyer

    Kundenreferenz von MAHLE zu SCIIL eLPA Layered Process Audits

    Als globaler Automobilzulieferer mit über 100 Standorten und höchsten Qualitätsanforderungen braucht MAHLE ein System, das täglich durchgeführte LPAs effizient, transparent und weltweit einheitlich abbildet. Die manuelle Planung und Auswertung war fehleranfällig und zeitaufwändig – mit SCIIL eLPA wurde ein zentrales System eingeführt, das Planung automatisiert, Abweichungen sofort sichtbar macht und die Prozesse standortübergreifend strukturiert. Das steigert nicht nur die Audit-Qualität, sondern sorgt auch für die nötige Akzeptanz bei den Nutzern.

    „Mit SCIIL CAQ & TRACE haben wir weltweit einheitliche Standards geschaffen – und können deutlich schneller reagieren. Das bringt mehr Qualität, mehr Transparenz und passt perfekt zu unserem Nachhaltigkeitsansatz.

    Johann Trischbergerr, 
    COO Olymp Bezner

    Kundenreferenz von OLYMP zur MES-gestützten Produktionssteuerung in der Textilindustrie

    Mit SCIIL CAQ & TRACE steuert OLYMP komplexe Prüfprozesse in der Hemdenfertigung – von der Wareneingangskontrolle bis zur End-of-Line-Prüfung. Dabei kommen auch spezielle Prüfmethoden und individuell definierte Stichprobenlogiken zum Einsatz, die exakt an die Anforderungen der Textilproduktion angepasst wurden. Eine bidirektionale Integration mit dem ERP-System sorgt für durchgängige Datenflüsse. Die Erfassung erfolgt direkt an der Linie – mobil, bequem und intuitiv. Ein starkes Beispiel für erfolgreiche CAQ-Integration in der Modeindustrie.